Neubau Clubheim
09.12.2011
Bald Anstoß für Vereinsheim

Altbau und Container in den Vereinsfarben werden 2012 Vergangenheit sein.
HOXFELD (pet). Für das neue Vereinshaus des RC Borken-Hoxfeld stehen die Zeichen gut. Der Sport- und der Planungsausschuss befürworteten einstimmig die Pläne. Wenn alles glatt läuft, kann mit dem Bau in einem halben Jahr begonnen werden.
Am Rasenplatz sollen sechs Umkleiden plus ein Gebäudetrakt mit Schulungsraum, Kiosk und Gymnastikraum entstehen (die BZ berichtete). Nutzfläche: insgesamt 388 Quadratmeter. Architekt Reinhold Eversmann schätzte die Kosten auf 767.000 Euro. Inbegriffen ist ein 30-prozentiger Kostenpuffer. Der Verein will den Bau mit einem 100.000-Euro Darlehn mitfinanzieren und außerdem Eigenleistung im Wert von etwa 50.000 Euro beisteuern.
Da das Gebäude 50 Jahre und länger halten soll, lege man Wert auf robuste Materialien und solide Ausführung, erklärte Eversmann im Ausschuss auf Nachfrage von Brigitte Ebbing (UWG). „Wir achten auf Nachhaltigkeit und nehmen finanziell keinen Schluck aus der Pulle“, betonte der Architekt.
Bei den Politikern kam der Entwurf gut an. Sie beließen auch den Gymnastikraum im Gesamtpaket. Ein kleines „Aber“ kam von Kurt Kindermann (SPD). „Greifen wir dem Sportentwicklungsplan nicht voraus?“, wies er auf die laufenden Untersuchungen von Stadt und Sporthochschule Köln zum künftigen Raumbedarf hin. Mit dem Bau breche man nichts übers Knie, antwortete Bürgermeister Rolf Lührmann. Schließlich liefen die Überlegungen in Hoxfeld schon seit Jahren. Stadtsportverbandsvorsitzender Josef Nubbenholt ergänzte, dass bei einem weiteren Ausbau des Ganztagsbetriebs der Schulen zusätzliche Flächen in Vereinshand wichtig seien.
Um einen präzisen Überblick über die Kosten zu behalten, sollen im Rahmen des Auschreibungsverfahrens Zwischenergebnisse vorgelegt werden. Im Ausschuss wurde die Befürchtung laut: „Wenn man 30 Prozent Kostenvariabilität hineinschreibt, wird man sie wohl auch gebrauchen.“

Das neue Vereinsheim vom Rasenplatz aus gesehen. Grafik: Architekturbüro Eversmann
07.12.2011
Stadt ist in Hoxfeld am Ball
HOXFELD. Mehr als 50 Jahre hat der Umkleidetrakt auf dem Gelände des RC Borken-Hoxfeld auf dem Buckel. Jetzt soll es neue Umkleidekabinen geben. Gleich zwei Ausschüsse entscheiden darüber.

Der vorhandene Bau ist zu alt und soll einem Lärmschutzwall weichen.
Über ein neues Umkleidegebäude für den RC Borken-Hoxfeld beraten heute der Sport- und der Planungsausschuss in einer gemeinsamen Sitzung. Ein Architekt stellt dazu Entwürfe vor. Beginn ist um 16 Uhr im Rathaus.
Die Kosten schätzt die Verwaltung auf 812.500 Euro – darin enthalten ist ein 30-Prozent-Puffer. Der Sportverein will davon 150.000 Euro schultern: 50.000 Euro durch Eigenleistung, 100.000 Euro durch ein Darlehn mit der Stadt als Bürgen. Auf die Stadt entfallen demnach 662.500 Euro.
Die vorhandenen Umkleiden sind mehr als 50 Jahre alt. Wegen des Alters und wegen zahlreicher nachträglicher Um- und Anbauten lasse sich der Bau nicht mehr zu vertretbaren Kosten ertüchtigen, so Fachbereichsleiter Johannes Pöpping. Auch sei am jetzigen Standort ein Lärmschutzwall vorgesehen.
Exakt vor vier Jahren stellte der Hoxfelder Sportverein – noch vor der Fusion mit dem RC – erstmals den Antrag auf Modernisierung. Als Lösung herauskristallisiert hat sich nach einer Reihe von Gesprächen ein Raumprogramm mit sechs Umkleidekabinen zuzüglich Nebenräumen, einem Schulungsraum und – im Idealfall – einem Gymnastik-raum. Dies orientiere sich an den neuen Umkleiden in Burlo und Weseke, so Pöpping. Vorgesehen ist der Neubau im Bereich Rasenplatz/Parkplätze.
In der heutigen Sitzung werden zwei Varianten vorgestellt: mit und ohne Gymnastikraum. Dieser schlägt in der Gesamtsumme mit etwa 100.000 Euro zu Buche.
Zu begrüßen sei, dass der RC Borken-Hoxfeld dem Dragonboat-Club auch weiterhin eine Mitnutzung ermöglichen will, so Pöpping.
Nach der Beratung zum Neubau befasst sich der Planungsausschuss anschließend mit einer umfangreichen Tagesordnung mit 22 Punkten in öffentlicher Sitzung. So stellen die Architekturbüros Farwick und Grote sowie Dejozé und Dr. Ammann weitere Einzelheiten ihrer Innenstadtstudien mit dem Schwerpunkt Mühlenstraße vor.
Weitere Themen sind unter anderem ein Bericht der Wohnbau Westmünsterland zur Sanierung der Mietshäuser an der Breslauer Straße, der Ausbau einer Anliegerstraße am Klostersee, die Entwicklung des Einzelhandels in Weseke, die Einrichtung eines zusätzlichen Wertstoffhofes, ein Sachstandsbericht zur Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen und der Antrag der Grünen, dass Bebauungsplanverfahren zum Marktplatz einzustellen.